Botschaft der Republik Türkei

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Geschichte, 20.01.2017

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich wurden ungefähr 160 Jahre nach der Gründung des Osmanischen Reiches aufgenommen. Bis zum Ende des Mittelalters wurden nur anläßlich von Kriegserklärungen, Friedensverträgen, Besitzstreitigkeiten, Bündnis-Beschlüssen, Thronbesteigungen, Hochzeitsfeiern und feierlichen Beisetzungen gegenseitig Gesandte entsandt. In Anbetracht des Bedarfs von vertieften Informationen über andere Länder und der Bedeutung des Schutzes vor Bedrohungen brachte das sich Ende des 15. Jahrhunderts entwickelnde europäische Staatensystem die Notwendigkeit, die diplomatischen Beziehungen zu vertiefen und ständige Vertretungen zu errichten, mit sich.

 Trotz der Existenz einer ständigen diplomatischen Vertretungsbehörde von Österreich ab Mitte des 16. Jahrhunderts in Istanbul, und trotz der Entwicklung von intensiven Beziehungen infolge der Errichtung der Österreichisch - Ungarischen Monarchie im Jahre 1526 durch das Herrscherhaus Habsburg, war die Vertretung des Osmanischen Reiches in Österreich bis Ende des 18. Jahrhunderts mit vorübergehenden Botschaftern begrenzt. Der erste ständige Botschafter İbrahim Afif Efendi kam im Jahre 1798 nach Wien.