Botschaft der Republik Türkei

Mitteilungen des Türkischen Aussenministeriums

Antwort Des Sprechers Des Außenministeriums Der Republik Türkei, Herrn Tanju Bilgiç, Bezüglich Einer Frage Zur Neuen Ausgabe Von „der Spiegel Spezial – Brennpunkt Türkei“ Vom 13. September 2016 , 14.09.2016

Das Bild, das versucht wird in der gestern (13.September 2016) in Deutschland erschienenen Ausgabe von „Der Spiegel Spezial – Brennpunkt Türkei“ darzustellen, ist ein weiterer Ausdruck für die verzerrte und voreingenommene Denkweise, die sich durch einen Teil der Medien in Europa seit Längerem gegen die Türkei richtet und deren Image zu beschädigen beabsichtigt. Auffallend ist, dass das Titelblatt der genannten Sonderausgabe äußerst provozierend gestaltet ist und eine negative Wahrnehmung nicht nur der Türkei, sondern auch des Islam hervorruft. Der Untertitel auf dem Titelblatt „Ein Land verliert die Freiheit“ verdeutlicht das Bemühen, den heldenhaften Kampf, den das türkische Volk während des heimtückischen Putschversuches der Terrororganisation (FETÖ) vom 15. Juli unter Einsatz seines Lebens für Demokratie, Recht und Freiheit geleistet hat, beharrlich zu ignorieren und bewusst zu verzerren.

Ebenso verurteilen wir mit Bedauern die Bestrebungen, des mit breiter Unterstützung des Volkes demokratisch gewählten Staatspräsidenten, mit Hilfe von unterschiedlichen Bezeichnungen zu diffamieren.

Dass auf dem Titelblatt der während des für die islamische Welt heiligen Opferfestes veröffentlichten Zeitschrift Minaretten als abgeschossene Raketen dargestellt werden, ist ein deutliches und neuestes Beispiel dafür, dass ein Medienorgan, welches an sich hohe Ansprüche stellt, eine von Verantwortung entfernte Politik betreibt, wenn es um Islamfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung geht. Gleichzeitig ist diese Darstellung ein weiteres Beispiel für die türkeifeindliche Haltung der eigentlich auf eine hohe Auflagenzahl fixierten Zeitschrift, die sich nicht davor scheut, neben der türkischen Gemeinschaft in Deutschland, welche sich nicht den radikalen Strömungen anschließt und mit einem friedvollen Verständnis zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung Deutschlands beiträgt, auch allgemein die islamische Welt zu verletzen und diese mit der Gewaltkultur gleichzusetzen.

Trotz aller Bemühungen der Kreise, die keinen gesunden Menschenverstand besitzen und sich aus einer verzerrten Denkweise speisen, wird die Türkei ihren legitimen Kampf gegen jede Art von Terror, Extremismus und Diskriminierung im Einklang mit den rechtsstaatlichen Prinzipien und ihren internationalen Verpflichtungen entschlossen fortführen und den türkeifeindlichen Kreisen stets die Antwort geben, die sie verdienen, und weiterhin die Verfassungsordnung, die demokratischen Institutionen und die Rechtsstaatlichkeit verteidigen. Wir rufen die Medienunternehmen und Kreise, die insbesondere in den mit uns verbündeten und befreundeten Ländern und in den anderen Ländern die öffentliche Meinung beeinflussen, dazu auf, die Prinzipien, die die Pfeiler der demokratischen Welt bilden, zu befolgen und ihre - unter dem Eindruck des in letzter Zeit in Europa zunehmenden Rassismus, der Fremdenfeindlichkeit und der Türkeifeindlichkeit – kontinuierlich unternommenen böswilligen und verzweifelten Bestrebungen zur Implementierung eines negativen Türkeibildes im Gedächtnis der europäischen Öffentlichkeit zu beenden