Politische Beziehungen (Stand: Februar 2019), 25.2.2019

Politische Beziehungen (Stand: Februar 2019)

Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich wurden ungefähr 160 Jahre nach der Gründung des Osmanischen Reiches aufgenommen. Bis zum Ende des Mittelalters wurden nur anläßlich von Kriegserklärungen, Friedensverträgen, Besitzstreitigkeiten, Bündnis-Beschlüssen, Thronbesteigungen, Hochzeitsfeiern und feierlichen Beisetzungen gegenseitig Gesandte entsandt. In Anbetracht des Bedarfs von vertieften Informationen über andere Länder und der Bedeutung des Schutzes vor Bedrohungen brachte das sich Ende des 15. Jahrhunderts entwickelnde europäische Staatensystem die Notwendigkeit, die diplomatischen Beziehungen zu vertiefen und ständige Vertretungen zu errichten, mit sich.

Trotz der Existenz einer ständigen diplomatischen Vertretungsbehörde von Österreich ab Mitte des 16. Jahrhunderts in Istanbul, und trotz der Entwicklung von intensiven Beziehungen infolge der Errichtung der Österreichisch - Ungarischen Monarchie im Jahre 1526 durch das Herrscherhaus Habsburg, war die Vertretung des Osmanischen Reiches in Österreich bis Ende des 18. Jahrhunderts mit vorübergehenden Botschaftern begrenzt. Der erste ständige Botschafter İbrahim Afif Efendi kam im Jahre 1798 nach Wien.

Es ist zu beobachten, dass die zwei Türkenbelagerungen in den Jahren 1529 und 1683 bei beiden Staaten eine weit zurückreichende Nachwirkung hatten und dass Spuren dieser Nachwirkung in Österreich immer noch wahrzunehmen sind.

Die historische Rivalität zwischen dem Osmanischen Reich und Österreich wurde mit dem im Jahre 1791 unterzeichneten Friedensvertrag von Sistowa, der den letzten der österreichischen Türkenkriege beendete, beigelegt. Die in wechselseitigem Kampf geführten Beziehungen wandelten sich im Ersten Weltkrieg zu einer Allianz. Die osmanischen und österreichischen Soldaten haben im Ersten Weltkrieg an der Galizien-Front zusammen gekämpft. Das aus der Reichszeit vererbte Verbündetenverhältnis zwischen der Republik Türkei und Republik Österreich wurde durch den im Jahr 1924 unterzeichneten „Freundschaftsvertrag“ gefestigt.

Die Zahl der Türken und türkischstämmigen die im Rahmen des Abkommens zwischen der Türkei und Österreich über die Anwerbung türkische Arbeitskräfte vom 1964, nach Österreich gekommen sind, hat heute 300.000 erreicht.

Die türkische Gemeinschaft in Österreich ist ein menschliches Bindeglied, das die kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten festigt. Unsere kulturellen Beziehungen und die Bekanntmachung unseres Landes werden neben den direkt durch unsere Botschaft durchgeführten Tätigkeiten und organisierten Veranstaltungen, auch durch die Kultur und Informationsabteilung unserer Botschaft, sowie durch die Unterstützung des Yunus Emre Kultur Institutes, das im Mai 2015 in Wien sein Betrieb aufgenommen hat, in einer multidimensionalen Weise fortgeführt.

Die in 2017 zurückgegangene Zahl der österreichischen Touristen ist dieses Jahr schließlich wieder angestiegen. Die Zahl der Besucher aus Österreich ist im Zeitraum Januar-November 2018 um % 23 auf 330 tausend gestiegen.

Unser Handel mit Österreich und die Investitionen weisen einen stabilen Gang auf. Österreich ist bei den Direktinvestitionen in der Türkei nach wie vor an der 3. Stelle und obwohl das rund 3 Milliarden Euro betragende Handelsvolumen hinter dem wahren Potenzial unserer Länder zurückbleibt, zeigt es ein Wachstum auf soliden Fundamenten.

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